Eat. Pray. Love. | HappyIch Style

Wann immer meine Freundin Susan einen schönen Ort erblickt, ruft sie geradezu panisch aus: „Wie schön es hier ist! Irgendwann muss ich nochmal hierher kommen.“ Und es erfordert all meine Überredungskünste, sie davon zu überzeugen, dass sie bereits da ist.

– Elizabeth Gilbert (aus Eat. Pray. Love)

 
 
Oh Liz Gilbert! Welch‘ wunderbar inspirierende Frau Du doch bist! Wie viele Menschen können mit einem einzigen Buch Millionen von Menschen so tief berühren, motivieren und anregen zum eigenen Selbst zu finde. Ich bin nur eine von vielen. Ich habe das Buch gelesen und natürlich auch den Film gesehen. Nicht einmal, nicht zweimal, nein… zig Mal. Julia Roberts hat diesem Film so viel Herz verliehen. Ich bin mir sicher Liz Gilbert hätte sich keine bessere Schauspielerin für die Darstellung ihres eigenen Lebens wünschen können.
 
 
 
Auf meiner Wunschliste für kommende Woche steht, noch einmal diesen Film anzusehen. Ich war schon immer so ein Typ Mensch, den es in die weite Welt hinauszieht. Ich war schon immer an Selbstfindung und einer gewissen Art von Spiritualität interessiert. Mittlerweise ist es nicht mehr nur die Neugier, sondern das Wissen, dass ich damit Gutes in meinem Leben bewirken kann. Ich verändere mich durch die verschiedensten Impulse zu einem besseren Selbst. Als ich vor vielen Jahren das Buch im Original gelesen habe (in Englisch) wäre ich bei jeder Seite am liebsten aufgesprungen und hätte meinen Koffer gepackt. Das einzige, was ich nicht mit Liz gemeinsam hatte ist, dass ich nicht unglücklich in einer Beziehung gelebt habe. Nein, ganz im Gegenteil. Und das war es vermutlich was mich davon abgehalten hat, eine solche Reise tatsächlich anzutreten. Denn ich musste und wollte vor nichts fliehen, aber der Ruf der großen weiten Welt verstummte nie und wird es wohl auch nie. Daher gehe ich diesem in Urlauben nach und habe auch viele Jahre im Ausland gelebt und dadurch vieles erleben dürfen.
 
 
Quelle: Yogaworldtours
 
 
Doch nach meinem Burnout hatte ich immer wieder das Gefühl noch einmal auf eine Reise ganz für mich alleine zu gehen. Dann, wenn es mir wieder besser gehen würde und ich endlich wieder das Licht und die Freude sehen könnte. Das kann ich mittlerweile wieder und wie es das Leben so will, kommen die besten Dinge dann zu einem, wenn es passt und man diese empfangen kann. So sollte es also sein, dass in mir der Wunsch einer Mini-Eat-Pray-Love-Reise aufkam (obwohl ich seit über einem Jahr den Film nicht mehr gesehen und das Buch nicht angerührt hatte). Der Wunsch ist regelrecht in mir gewachsen und immer lauter geworden. Durch den Wiedereinstieg in den Job und einen geregelten und gesunden Alltag, steht mir nur der Jahresurlaub zur Verfügung [was heißt hier „nur“…im Vergleich zu anderen Ländern, haben wir in Deutschland ganz schön viele Urlaubstage!! Daher bin ich froh, dass ich diese habe und auch nutzen kann]. Und auf einmal war der Gedanke da wo meine Reise genau hingehen sollte. Es war ganz klar in meinem Kopf: Hawaii. Schon immer interessiert mich die Kultur dort, die Menschen und deren Traditionen. Und so sollte es dann sein, dass ich in einem Gespräch mit einer Freundin auf dieses Thema kam, ich sagte, dass es nur im Herbst bei mir umzusetzen sei und sie sagte „witzig, da mache ich gerade Stop auf Hawaii während meiner Weltreise.“ Und so soll es sein, dass wir uns in weniger als zwei Wochen am Flughafen in Honolulu treffen werden!
 
Und ich werde in meine private kleine dreiwöchige Eat-Pray-Love-Reise starten. Ich habe schon einige Vorstellungen, was ich dort auf jeden Fall machen möchte. Und ich lasse mir genügend Freiraum um die Dinge, denen ich begegnen soll, auch die Zeit einräumen zu können. Ich freue mich den Sonnengruß direkt am Strand bei Sonnenaufgang auszuführen, eine Trailtour zu machen, den Sand durch meine Finger rieseln zu lassen, die Luft einzuatmen und alles aufzusaugen. Und da kommt das obige Zitat in Einsatz! Ich werde jeden Ort, jeden schönen Moment und jeden atemberaubenden Anblick wahrnehmen! Ich weiß nicht was oder wer mir begegnen wird, was ich erleben werde und wie ich mich damit fühle (während ich das schreibe sitze ich bei 6 Grad Außentemperatur auf einem braun-roten Ledersessel und blicke auf die leicht verschneite Zugspitze und kann mir gar nicht vorstellen in Kürze bei 30 Grad zu leben). Es ist für mich viel mehr als ein Urlaub, es ist eine Teilstrecke auf meiner großen Reise durch dieses Leben. Ich bin davon überzeugt, dass ich noch ein Stück näher an mein Selbst kommen werde und mit dieser Reise die Heilungszeit abschließen werde. Ich weiß, dass ich noch lange mit meiner Reise zum HappyIch beschäftigt sein werde, und das ist auch gut so. Dieser Lernprozess wird lange nicht abgeschlossen sein und ich werde weiterhin unterschiedliche Dinge ausprobieren, für mich entdecken oder für mich ausschließen.
 
 
 
 
Wer noch mehr Interesse hat, hier findet ihr einen schönen Artikel aus dem Magazin Petra zum Thema Selbstfindung in Verbindung zu Eat.Pray.Love
 
Und wer Lust, Zeit und den Mut hat Liz’s Reise nachzuempfinden, der wird bei diesem Angebot fündig.
 
 
Für alle, denen Eat.Pray.Love nichts sagt, hier die Zusammenfassung von Wikipedia:

In der Autobiografie von Elizabeth Gilbert geht es um Selbstfindung und die Liebe zu sich selbst. Elizabeth – kurz Liz – lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann in einem Vorort von New York. Eigentlich sollte sie glücklich sein: Sie hat einen guten Job, keine Geldprobleme. Zudem hat sie zahlreiche aufmunternde Freunde und ist dennoch unglücklich. Und so kommt es, dass sie schließlich vor den Scherben ihrer Ehe steht. Unter anderem liegt es daran, dass ihr Mann sie schon seit längerem dazu drängt, eine Familie mit ihm zu gründen, doch sie fühlt sich nicht bereit dazu. Eines Nachts sitzt sie auf dem Badezimmerboden und betet weinend zu Gott. Da ihre Eheprobleme bleiben, wird die nächtliche Flucht ins Badezimmer zur Gewohnheit. Liz bekommt Depressionen und verliert schließlich die Liebe zu sich selbst. Kurze Zeit später fasst sie den Mut und reicht die Scheidung ein, doch sie fällt dadurch in einen jahrelangen Scheidungskrieg. Schließlich beginnt sie eine Affäre, die sich jedoch später ebenfalls auflöst. Nachdem die Scheidung offiziell ist, beschließt sie, sich ein Jahr Auszeit zu nehmen. Sie teilt das Jahr in drei Aufenthalte in Ländern, die mit „I“ beginnen ein, die für sie verschiedene Bedeutungen haben: Sie beschließt, zuerst nach Italien zu reisen, da sie die italienische Sprache und das Essen („Eat“) über alles liebt. Danach möchte sie für einige Monate nach Indien gehen, weil sie zuvor ein Bild einer lächelnden Inderin gesehen hat und unbedingt so glücklich und zufrieden werden will wie sie. Dafür muss Sie sich in einen Ashram zurückziehen und meditieren („Pray“). Letztendlich will sie auch nach Bali reisen, da dort ein Medizinmann ihr ein Jahr zuvor prophezeit hatte, sie würde wiederkommen und die Wahrheit erkennen. Hier wird sie dann das dritte Motto des Titels „Love“ finden.

Zuerst reist sie nach Italien. Dort perfektioniert sie ihr Italienisch und lernt neue Freunde kennen. Das erste Mal nach langer Zeit empfindet sie wieder Spaß. Ihre neuen italienischen Freunde lehren sie il dolce far niente – auf Deutsch: Das süße Nichtstun. Nach dem vielen Trubel in New York empfindet sie das erste Mal nach langer Zeit wieder Ruhe und Spaß. Sie genießt die vielen Städtetouren und auch das italienische Essen. Dass sie durch das viele Essen einige Pfunde zugelegt hat, macht ihr nichts aus. Und mit einer etwas größeren Konfektionsgröße fliegt sie weiter.
In Indien lebt sie in einem Ashram. Der extreme Kulturwechsel macht ihr zwar anfangs zu schaffen, doch erstaunlicherweise gewöhnt sie sich schnell an den neuen Tagesablauf, der hauptsächlich aus Meditation und Schweigen besteht. Dort lernt sie einen Mann namens Richard kennen. Liz und der Texaner mit dem losen Mundwerk freunden sich schnell an. Er ist ihr eine große Stütze, vor allem da sie immer wieder anfängt, sich schwere Vorwürfe wegen ihrer gescheiterten Ehe und ihrer letzten Beziehung zu machen. Durch häufiges Meditieren und Zur-Ruhe-Kommen im Ashram ordnet sie nach zwei Jahren der Depression ihre Gedanken und Gefühle. Sie lernt sich besser kennen, lernt endlich, die Vergangenheit los zu lassen und sich selbst treu zu bleiben. Sie fühlt sich wieder frei und verlässt Indien mit einem reinen Gewissen und starken Geist.

Kaum ist sie auf Bali (Indonesien) angekommen, sucht sie den Medizinmann auf, den sie Jahre vorher besucht hatte. Er erinnert sich an sie und lehrt sie das balinesische Meditieren (einfach Sitzen und Lächeln). Liz ist von der Kultur und dem Glauben Balis fasziniert. Zudem stellt sie sich häufig die Frage, wie es dazu kommt, dass die Einwohner immer so freundlich zu allem und jedem sind, weil sie das nicht gewohnt ist.
Liz lernt auch eine junge, verarmte Heilerin kennen, die gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter und zwei adoptierten Waisenkindern in einem Raum hinter ihrer heruntergekommenen Praxis haust. Immer wieder rettet sich Liz zur Heilerin, wenn sie wieder Selbstzweifel plagen. Eine tiefe Freundschaft entsteht, doch die Heilerin hat große Geldprobleme und steht kurz vor dem Ruin. Gemeinsam mit ihren Freunden aus New York sammelt Liz genügend Geld, um ihr ein Haus zu kaufen. In dieser Zeit verliebt sich Liz in Filipe, einen Australier mit brasilianischen Wurzeln, der bereits seit Jahren auf Bali lebt. Obwohl sie zuerst Zweifel hat, ob sie während des Weges ihrer Selbstfindung eine neue Liebe in ihr Leben lassen soll, gibt sie nach, und aus einer kurzen Geschichte entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebe.
Als ihr Sabbatical-Jahr vorbei ist, hat sich vieles getan und sie ist froh, das Risiko eingegangen zu sein. Auch wenn sie einige Extrapfunde aus Italien im Gepäck hat, ist sie mit sich im Reinen und kann ihr Leben nach einem langen Leidensweg wieder genießen.

 
  

10 thoughts on “Eat. Pray. Love. | HappyIch Style

  1. Oh, wie wundervoll! Ich Wünsche dir viel Spaß! Kennst du denn schon Serge Kahili King? Ein Heiler aus Hawaii, der tolle Techniken lehrt. Auch seine Bücher kann ich sehr empfehlen.

    Viele Grusse,
    Molly

    • Hallo Molly,
      ein herzliches Dankeschön für den Tipp! Ich kannte Serge Kahili King bisher nicht, aber ich habe mir gestern gleich ein Hörbuch auf den iPod geladen!

      Ach, ich freue mich immer über Kommentare und vor allem dann, wenn ich selbst noch etwas daraus ziehen kann 🙂

      Alles Liebe
      sue

  2. Ich habe den Film mit Julia Roberts gesehen. Sie ist eine absolut tolle und authentische Schauspielerin. Und ich habe mich auch gut unterhalten gefühlt, aber so richtig weggebeamt hat mich der Film leider nicht. Mag aber auch daran liegen, dass ich nicht so sehr meinen Lebenssinn in weiter Ferne suche, sondern eher in meinem direkten Umfeld zuhause. Das soll keine Wertung sein, ich habe sehr gelacht und auch viel drüber nachgedacht, es waren süßen Situationen drin: „Du bist mit einer nackten Frau im Zimmer – bingo“ oder so ähnlich, das fand ich durchaus witzig. Und natürlich auch das Ende, als die beiden sich endlich finden. Aber für mich persönlich hatte das nicht soviel Aussage, obwohl ich mir so eine „Auszeit“ durchaus mal vorstellen könnte. Der Film, der mich persönlich am meisten angesprochen und berührt hat ist und bleibt: „Der Club der toten Dichter“. Eine der letzten Szenen, als der schüchterne kleine Junge auf sein Schreibpult steigt, um so seine Perspektive zu ändern, seine Angst zu überwinden und seinen Standpunkt zu zeigen. Unerreicht, egal wie oft ich das sehe, so toll, ich liebe diesen Film!
    LG Eva

  3. Hi meine liebe Sue,
    der Post ist wunderbar! Man merkt richtig, wie wichtig dir diese Reise ist und wie gut du vorbereitet bist. Also nicht im Hinblick auf die Reiseplanung, sondern vielmehr im Hinblick auf das Genießen jedes Augenblicks! Mir ist das heute am Strand von Ventura wieder so klar geworden. Wir haben dort den Sonnenuntergang ganz spontan und auf die letzten Minuten angeschaut und dort konnte ich seit ein paar Tagen erst mal wieder innehalten. Vorher hatten wir einfach sehr viel Programm, aber ich möchte besonders hier im Süden von Kalifornien auch einfach nur mal genießen (Wetter, Strandfeeling etc.).
    Liebe Grüße und bis bald!
    Kristin

    • Liebe Kristin,
      dankeschön! Und Du hast ganz richtig in mich reingeschaut. Ich bin innerlich sehr bereit für diese Reise!

      Schön, dass Du Deinen Urlaub auch so genießen kannst und die Situationen aufsaugst, wenn sie sich Dir zeigen! Genau so gehört’s gemacht!

      Ich wünsche Euch noch eine ganz tolle Reise!

      Alles Liebe
      sue

  4. Wow, was für ein toller Artikel. Das Buch habe ich nicht gelesen, aber was du über deine geplante Reise schreibst, hört sich so toll an. Ich hoffe, du berichtest danach ein wenig über die Reise. Und ganz besonders freue ich mich schon auf deine Serie zum Burnout! Liebe Grüße!

    • Liebe Hannah,
      dankeschön! Es freut mich sehr positives Feedback zu bekommen und zu sehen, dass meine Inhalte meine Leser ansprechen! Natürlich berichte ich im Nachgang von der Reise! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen 🙂

      Und die Burnout-Serie kommt auf jeden Fall!

      Alles Liebe
      sue

  5. Meine liebe Sue,
    ich bin schon so gespannt, was du auf deiner Reise erleben wirst und wünsche dir, dass du immer ganz bewusst jeden Augenblick genießt. Ich finde den Gedanken total schön, dass du die Reise als Abschluss deiner Heilungsphase siehst, aber nicht als Abschluss deiner Reise zu dir selbst – denn die hört niemals auf.

    Ich bin selbst auch ein großer Fan von Eat.Pray.Love. (Buch und Film). Manchmal tut es einfach gut, wenn man aus dem Alltag ausbrechen kann, um für sich zu sein. Das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, dass man das Glück in der Ferne sucht, sondern eher, dass man aus seinen gewohnten Strukturen ausbricht – auch wenn das nur für einen Tag, ein Wochenende oder eine Woche ist. Eine Reise in die Ferne ist dann oft einfach die beste Möglichkeit dafür.

    Alles Liebe
    Julia

    • Liebe Julia,

      wie so oft, fasst Du meine Gedanken wieder in Worte und hast direkt in mein Herz geschaut 🙂 Aus dem Alltag auszubrechen ist manchmal die einzige Möglichkeit, sich und das eigene Leben aus der Distanz zu betrachten.

      Vielen Dank für Deine lieben Worte!

      Alles Liebe
      sue

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert